Seid Ihr bereit für Weihnachten?

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Weihnachten in der Karibik…

heißt normalerweise Sonne, Strand, Steel Drum Weihnachtsmusik, bunte Lichter, Paraden und fröhliche Feste. Doch dieses Jahr mag hier auf der Insel irgendwie so gar keine weihnachtliche Stimmung aufkommen. Zu sehr sind die Menschen hier noch mit den Aufräum- und Aufbauarbeiten nach dem Hurricane Irma beschäftigt.

Die Hurricane Season geht wirklich nur bis 30. November, denn danach sind die Temperaturen über und im Atlantik so, dass die Gefahr eines Hurricane nicht besteht. In der Zeit sind die Temperaturen um und bei 28 – 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit ist geringer. Das ist die schönste Zeit hier und klimatisch sehr angenehm. Deswegen kommen die europäischen Kreuzfahrtschiffe auch nur in der Zeit von November – April und fahren dann wieder über den Atlantik zurück ins Mittelmeer.

Doch in diesem Winter fahren sie an unserer schönen Insel vorbei, obwohl unser Kreuzfahrthafen eröffnet und die südliche Hälfte der Insel auch für Kreuzfahrtgäste bereit ist. Das ist sehr schade, aber nicht zu ändern.

Seit ein paar Tagen wissen wir, dass die Transatlantiktouren nach St. Maarten kommen im April, doch es gab und gibt noch einige Verwirrungen wegen der AIDA Luna, denn die Reederei hatte unterschiedliche Informationen rausgegeben und deswegen bleibt nun abzuwarten, welche Aussage richtig ist. Die DIVA ist jedenfalls am gleichen Tag wie die LUNA angemeldet und die MEIN SCHIFF 3 und 6 kommen auf ihren Transatlantikfahrten bei uns vorbei. Die MSC kommt im März und die Harmony of the Seas sowie alle anderen Royal Caribbean Schiffe kommen schon ab Januar wieder zu uns. Zum Glück halten diese Reedereien der Insel die Treue! Gerade jetzt benötigen wir die Gäste, um die Geschäfte und Restaurants sowie ihre Mitarbeiter, insbesondere nach ihren mühevollen Arbeiten der letzten Monate, auch mit Umsätzen am Überleben zu erhalten.

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Wir haben in der vergangenen Woche neben Renovierungsarbeiten bei uns und den Besuchen bei unseren Kunden auch mehrere Projekte im Rahmen von #HilfefürStMaarten unterstützt. Wir haben Fresh einen Job besorgt, Material gespendet und unterstützen ihn auch weiterhin bei seinem freiwilligen und unbezahlten Projekt #100roofs

100 Dächer schließen auf St. Maarten | St. Martin. Seit Hurricane Irma haben er und sein Team bereits 23 Dächer ehrenamtlich repariert. Das ist der Wahnsinn! Man muss sich das mal vorstellen, er ist selber Vater einer kleinen Tochter, hat kaum Einkommen und verbringt seine Zeit damit, Dächer zu reparieren und andere handwerkliche Tätigkeiten, die anfallen zu erledigen, er besorgt Baumaterial und das alles freiwillig und ohne Bezahlung bei 30 Grad im Schatten für Menschen, denen sonst keiner hilft.

Wenn Ihr ihn unterstützen wollt, hat er eine GoFundMe Seite oder kontaktiert ihn direkt auf seiner Facebook Seite: www.facebook.com/refreshsxm/

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Wir haben bereits einiges Werkzeug für ihn anschaffen können und mit Spendengeldern Baumaterialien kaufen können, sodass er sein Hilfsprojekt weiter fortsetzen kann. Seine Freunde sind zum Teil direkt nach Irma aus Holland hierhergekommen und auch sie helfen freiwillig bei dem Projekt #RebuildSXM

Mehr Infos dazu unter: www.rebuildsxm.com

Wir waren auch in Sachen Kindergarten #LesExplorateurs und Kinder-Bibliothek #CSI unterwegs und haben Tische und Stühle in den Staaten geordert, die wir dann hierher verschifft und an die beiden Einrichtungen in French Quarter verteilt haben. Außerdem wurde ein Raum gefliest und ein Herd angeliefert.

Nun wollen wir in den nächsten Tagen noch „Weihnachtsmann“ spielen und ein paar kleine Geschenke, Obst und Süßes für die Kids besorgen. Auch wenn dieses Jahr für viele hier das Weihnachtsfest sehr bescheiden ausfallen wird, wollen wir doch ein paar Kinderaugen zum Leuchten bringen.

Es ist sehr ruhig auf der Insel je dichter wir an Weihnachten geraten. So ruhig, wie wir es noch nie erlebt haben. Kaum Touristen, kaum Gäste, jeder am Renovieren, Restaurieren, viele fliegen dieses Jahr an Weihnachten zur Verwandtschaft nach Kanada, Amerika, Frankreich oder auf eine der anderen karibischen Inseln. Das ist etwas, dass man nie tun konnte, da direkt an Weihnachten die High Season begann. An den Tagen war die Insel voll, jeder hatte zu tun und konnte sich Urlaub nicht leisten.

Dieses Jahr ist das anders: es gibt kaum bzw. wenig Gäste und deswegen sagen sich viele, wenn nicht in diesem Jahr, wann dann! Es wurden sogar extra Flüge von AIR FRANCE und KLM eingesetzt, diese sind aber preislich empfindlich hoch und sehr gut gebucht.

Wir werden Weihnachten hier zuhause verbringen. Ohne Baum dieses Jahr. Wir werden trotz tropischen Temperaturen eine Gans, mit Rotkohl und Knödeln essen und es uns gemütlich machen. Die Gans wird uns ein anderer deutscher Auswanderer vorbereiten, der hier als Privat-Koch tätig ist. Vor dem Sturm hat er auf einer Yacht gearbeitet und seine Freundin hat den Service gemacht. Jeden Tag sind sie mit Touristen raus gesegelt und haben viel zu tun gehabt. Nun ist das Boot im Sturm gesunken und ein neues noch nicht in Sicht, aber er bietet solange eben seine Dienste an Land an!

Viele Menschen sind jetzt hier ohne Einkommen, warten noch immer darauf, dass die Versicherungen regulieren und die Schäden behoben werden. Auf beiden Seiten haben die Regierungen die Baugenehmigungen noch nicht vergeben, denn die Bauverordnungen und die Bestimmungen für den Wiederaufbau sollen einerseits hurricane-sicher werden und andererseits bezahlbar bleiben. Ein sehr schwieriges Unterfangen!

Viele können einfach nicht so lange warten, müssen ihr Haus gegen Regen und Sonne schützen und bauen in der gleichen Art und Weise auf wie zuvor. Wenn das Haus mehr als 60% zerstört wurde, darf es eigentlich nicht wiederaufgebaut werden.

Bei uns hat sich zwar endlich ein Versicherungsgutachter völlig unangekündigt eingefunden und stundenlang alle Schäden am Haus dokumentiert, aber seither haben wir wieder nichts gehört. Einzig das Geländer am Rand des Pooldecks hat man mit Flatterband gesichert, aber Dächer, Fenster und kaputte Türen stehen nach wie vor auf.

Wir brauchen Geduld und müssen zusehen, dass wir die dürre Zeit durchstehen, bis dann im November 2018 hoffentlich unsere deutschen Touristen wiederkommen. Wir haben ja zum Glück noch ein anderes Standbein, aber unsere Kunden müssen auch erstmal wieder neu aufbauen oder auf Kunden warten…..

Wir nutzen die Zeit jetzt, um mit möglichst vielen Menschen in Kontakt zu kommen und neue Verbindungen zu knüpfen und erleben täglich wie sich neue Bekanntschaften auch zu Freundschaften entwickeln. Man kommt einfach viel leichter ins Gespräch momentan!

Gestern waren wir dann zum ersten Mal wieder abends aus und es war einfach nur schön mal wieder zu lachen und zu tanzen! Auch hier haben wir nette Leute kennen gelernt und werden das sicher wiederholen.

Wir wünschen Euch allen eine besinnliche und fröhliche Weihnachtszeit.

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