ZEIT FÜR MICH  – Bericht über die Insel Sint Maarten / Saint Martin 

Ausgabe Nr. 11/21 ab Seite 94 mit Angie als „Expertin“

Saint Martin: Grünes Paradies im blauen Ozean

Die Karibikinsel ist Wahl-Heimat unserer Insidern – nicht nur wegen der 37 Strände und Sonne satt! Wir entdecken ihre Lieblingsplätze und bereisen dabei gleich zwei Länder.

Ein Karibiktraum mit Palmenstränden, wie wir sie aus Katalogen kennen, und gleichzeitig viel Kultur – gibt’s das? „Genau das macht den Reiz von Saint Martin aus“ – unsere Expertin Angie weiß, wovon sie spricht. Sie lebt seit 6 Jahren hier. Zwei europäische Nationen teilen sich die Insel, die etwa so groß ist wie Sylt. Der Norden (Saint Martin) ist Überseegebiet von Frankreich und Teil der EU, der Süden (Sint Maarten) gehört zum Königreich der Niederlande und genießt Autonomie. Nirgendwo sonst in der Karibik hat eine Insel eigene Grenzübergänge. Die sollen wir auf Anraten der Expertin auf unserer Reise unbedingt passieren (das geht problemlos) und beide Inselteile erkunden. Unser familiengeführtes Boutique Hotel Karibuni liegt im französischen teil in Cul-de-Sac im Nordosten der Insel. Das dazugehörige Restaurant und der Beach Club auf der Mini-Insel Pinel sind nur per Boot zu erreichen, für uns Hotelgäste mit einem kostenlosen Transferservice.

Wieder auf der Hauptinsel angekommen, fahren wir mit dem Mietwagen weiter nach Marigot. Die hübschen Kolonialbauten sind typisch für die französische Inselhauptstadt. Oben auf Fort Louis schweift der Blick bis zu Insel Anguilla. Lust auf eine süße Stärkung? „Probiert unbedingt Johnny Cakes in einem der Straßencafés – Angie hat Recht, das karibische Gebäck ist köstlich. Noch ein paar frische Mangos vom Markt als Snack für den Strandnachmittag? „Der Orient Bay Beach ist der Schönste im Norden“, verrät uns Angie. Tatsächlich! Der feine Sand blendet uns beinahe, so weiß ist er. Die schicken Liegen des Coco Beach Club laden zum Tagträumen ein unter Palmen ein, das Meer schimmert türkis-blau. Der Strand wie aus dem Bilderbuch, das Wasser warm wie in der Badewanne – Angie hat nicht zu viel versprochen!

Abends freuen wir uns auf ihren nächsten Tipp: „Das Dorf Grand Case wird Gourmet-Hauptstadt der Karibik genannt. Hier findet ihr überall Topp-Restaurants.“ Die französischen Fine-Dining-Tempel Ocean 82 und Le Cottage sind gut besucht, uns locken aber die „LOLOS“ (local owned restaurants), einfache Holzhütten mit Volants und Veranda. Einheimische zaubern hier in offenen Garküchen alle Variationen kreolischer Küche. Die Preise sind erschwinglich, und so schlemmen wir uns durch die Kochtöpfe. Es Accras-Teigbällchen, Garnelenspieße, gegrillte Langusten, gefüllte Krabben.

Am nächsten Tag fahren wir in den holländischen Süden und bemerken sofort die andere Bauweise und Sprache. „Ich liebe die Vielseitigkeit, die sich vor allem in Philipsburg zeigt“, schwärmt Angie. Die Bewohner stammen aus 120 verschiedenen Nationen, in den Shops der niederländischen Inselhauptstadt bieten sie Waren aus aller Welt an: vom lokalen Guavaberry Rum bis zum holländischen Matjes.

Am Boardwalk und in der Front Street residieren kleine Boutiquen statt großer europäischer Ladenketten. Die sind nur in Marigot zu finden. Die karibische Mode verzaubert uns mit ihren fröhlichen Farben: bunte Tuniken, Kleider mit Blumenprints – genau das Richtige für den Beach Club. Mittags lassen wir uns Tapas in der Blue Bitch Bar schmecken, dann geht’s zum Strand: Am Maho Beach rauschen die Flugzeuge im Landeanflug dicht über die Badegäste hinweg. Er befindet sich in der Einflugschneise zum Flughafen. Die Ankunftszeit der Jets sind an der Strandbar vermerkt – eine eigenartige Attraktion!

Ruhiger ist der Mullet Bay Beach. Im Club „Da Waterhole“ untermalt der leise Livesound von Steel Drums den Sonnenuntergang. Das Rauschen der Wellen gibt den Takt vor. „Immer und überall aufs Meer blicken zu können, ist für mich Glück pur. Ich fühle mich hier so frei“, sagt Angie über ihre Insel. Recht hat sie, denken wir, während die Sonne am Horizont im Ozean verschwindet.

Top-Tipps

  1. Schönster Aussichtspunkt ist der Pic Paradis (424 Meter). Nach einer Wanderung auf den höchsten Gipfel schweben Mutige mit der Zipline über die Baumwipfel zurück zum Startpunkt an der Loterie Farm.
  2. Die besten Plätze, um den Sonnenuntergang zu erleben: Mullet Bay Beach und die Cliffs in Cupecoy. Letztere färben sich im Abendlich rötlich – ein tolles Fotomotiv
  3. Nobele Lodge in kreolischem Stil: Karibuni Boutique Hotel lockt mit Infinitiv Pool und Meerblick (z.B. DZ/F im Oktober ab 322€, etwas einfacher, mit Pool und Yoga Kursen: Bed & Breakfast „The Paradise Peak“ in Marigot (in der Nebensaison ab Oktober z.B 2 Nächte ab 230€ im DZ/F


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