Reéntre – oder die Rückkehr zur Schule nach den Sommerferien

Auf der französischen Seite beginnt in diesen Tagen wieder die Schule nach den langen Sommerferien. Auf der holländischen Seite begann sie bereits vor 2 Wochen. So langsam trudeln alle „off-islander“ wieder auf der Insel ein, nach dem sie ihre Verwandten in aller Welt besucht hatten oder Urlaubsreisen gemacht haben.

Nun heißt es für die Eltern die Schulbüros aufsuchen und die Kinder wieder eintragen lassen, Papierkram vorlegen, Fotos abgeben, Schuluniform und Schulhefte kaufen. Hier bekommt man etwas, das an keiner Schule in Nord-Deutschland je funktioniert hat: man bekommt vorab eine Liste mit allem, was die Kinder brauchen, damit man in Ruhe diese Dinge besorgen gehen kann.

Das Schulsystem auf der französischen Seite gleicht dem in Frankreich. Die Kinder haben zwar Schulpflicht, aber die Eltern können entscheiden zwischen öffentlicher Schule, Privat-Schule, „Homeschooling“ und „Unschooling“. Möchte das Kind – im Einvernehmen mit den Eltern – nicht oder zunächst nicht zur Schule gehen, melden die Eltern dies der Stadt, die dann ggf. in regelmäßigen Abständen die familiären Bedingungen, die Gesundheit und die Lernfortschritte des Kindes überprüft.

SchulsystemFrankreich

Die Vorschule Ècole Maternelle beginnt in der Regel ab 2,5 Jahren. Ihr Besuch ist freiwillig, kostenlos und ganztägig. Mit 6 Jahren geht es dann auf weiter die École Élémentaire (Grundschule). Danach geht es ab 11 Jahren ins Collége (Gesamtschule) bis zum 15. Lebensjahr. Dann endet die staatliche Beschulung, sofern keine entsprechenden Leistungen erbracht werden. Bei entsprechend guten Leistungen und guten Noten geht es dann weiter auf das Gymnasium Lycée – bzw. Lycée Professionnel (berufl. Gymnasium).

Die öffentlichen Schulen sind Ganztagsschulen von ca. 8 bis 16 Uhr. Selbst in der Vor- und Grundschule ist eine Betreuung am Nachmittag gewährleistet und die Kinder können in der Kantine Mittagessen bekommen.

Ab der 1. Klasse wird bereits eine Fremdsprache unterrichtet. Unser Sohn lernt jetzt neben Englisch als Fremdsprache auch noch Spanisch  – und Französisch ja sowieso dadurch, dass er in eine französische Schule geht und der Unterricht in allen Fächern auf Französisch abgehalten wird. Die Kinder auf dem Schulhof seiner Schule sprechen allerdings überwiegend Englisch, da der Anteil an „Local Kids“ sehr hoch ist. Einheimische Kinder sprechen oft auch noch zusätzlich Kreol oder Papiamento.

Die Fächer in der Schule reichen von Französisch, zwei Fremdsprachen, Mathe, Technologie, Physik, Chemie, Geowissenschaft (Bio- Gemeinschaftskunde), Musik, bis hin zu Kunst und Sport. Ferner gibt es sehr viele außerschulische Aktivitäten wie Windsurfing, Surfen, Rugby, Fußball, Basketball, Volleyball, Segeln, Kanu fahren, Tauchen, Schwimmen, Fahrrad fahren, Judo, Karate, Fitness, Steel Drum Band, Drum Band und Capoeira (Kampftanz).

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In dem Video https://www.youtube.com/watch?v=Z8xxgFpK-NM bekommt man einen Eindruck zu dieser Art afrikanischem Kampftanz. Die meisten der Jugendlichen, die dort mitmachen, treffen sich nach Sonnenuntergang am Strand, sitzen im Kreis und üben unter Anleitung die verschiedenen „Moves“. Die Musik dazu wird auf traditionellen Musikinstrumenten gespielt.

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Ein Schulabschluss der hiesigen Schulen wird in Frankreich, der EU, in Kanada und in den USA anerkannt, sodass die Möglichkeit, anschließend zu studieren, absolut gegeben sind. Hier auf der Insel kann man an folgenden Universitäten studieren: an der University of St. Martin  und der American University oft he Caribbean School of Medicin.

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Tauchen 

Es gibt auch mehrere Privatschulen auf der Insel, die monatlich zwischen 400 und 900 Euro kosten. Sowohl auf der französischen Seite wie auf der holländischen Seite können Kinder auf diesen Schulen von ihren Eltern eingeschrieben werden und die Abschlüsse dort, werden an die Standards der öffentlichen Schulen angepasst. Einziger Unterschied ist, dass der Betreuungsschlüssel an den Privatschulen höher ist, die Eltern quasi sicher stellen, dass die Kinder ihren Stoff – egal wie – auch wirklich vermittelt bekommen und die Kinder nur gemeinsam mit Kindern unterrichtet werden, deren Eltern sich diesen monatlichen Betrag leisten können.

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