Ihr seid zum ersten Mal auf der Karibikinsel St. Maarten? Hier ist alles, was ihr vorher wissen müsst:
St. Maarten gehört zu den meistbesuchten Kreuzfahrthäfen der Karibik – und gleichzeitig zu den am meisten unterschätzten. Viele Passagiere gehen von Bord, schlendern die Front Street entlang, fahren vielleicht noch zum Maho Beach und nennen das ihren Inselausflug. Dabei hat diese Insel so viel mehr zu bieten: eine französische Seite, eine creolische und französische Küche, die karibikweit ihresgleichen sucht, 37 Strände – und so viele Erlebnisse, die in keinem Reederei-Ausflugsprogramm stehen.
Wir leben seit über zehn Jahren hier. Was ihr gleich lest, ist das, was wir euch persönlich raten würden.

Der Hafen: Was euch beim Anlegen erwartet
Euer Schiff legt am Dr. A.C. Wathey Cruise & Cargo Facility in Philipsburg an – einem der größten Kreuzfahrthäfen der gesamten Karibik, der bis zu sechs große Schiffe gleichzeitig aufnehmen kann. Kein Tender-Boot nötig: ihr geht direkt vom Schiff auf den Pier.
Vom Pier in die Innenstadt von Philipsburg sind es etwa 15–20 Minuten zu Fuß, oder ihr nehmt ein Wassertaxi (wenige Dollar pro Fahrt), das euch direkt an der Strandpromenade absetzt. Taxis stehen im Hafen bereit – zu Festpreisen, je mehr zusammen fahren, desto günstiger wird es – ganz ohne Verhandeln. Achtet auf die Taxifahrer in orangen Hemden.
ACHTUNG: es gibt keine deutschen Taxifahrer sondern nur einheimische, lizensierte Taxifahrer. Und die stehen im Hafen! Lasst euch nichts anderes erzählen.
Gut zu wissen: An stark frequentierten Anlegetagen können mehrere Schiffe gleichzeitig bis zu 20.000 Passagiere an Land bringen. Wer den Trubel vermeiden möchte, sollte früh aufbrechen – oder direkt zur französischen Seite fahren, wo es deutlich ruhiger ist.
Im Hafen gibt es kein freies WLAN und auf der südlichen Hälfte der Insel, befindet ihr euch ausserhalb der EU. Somit empfangt ihr nur auf der französischen Seite EU-Datenroaming (Digicel oder Orange möglichst fest einstellen, sonst wird es teuer!)

Tipp 1: Verbringt nicht den ganzen Tag nur in Philipsburg
Philipsburg eignet sich gut für einen Bummel und etwas Duty-Free-Shopping. Die Front Street bietet echte Schnäppchen bei Schmuck, Uhren, Rum und Elektronik – und die Strandpromenade am Great Bay ist wunderschön für einen Morgenkaffee. Oder für einen abschliessenden Strandaufenthalt, bevor es zum Schiff zurück geht. Aber wenn Philipsburg alles ist, was ihr seht, habt ihr das Beste der Insel verpasst.
St. Maarten ist klein genug, um an einem einzigen Hafentag beide Seiten zu erkunden. Gern zeigen wir Euch die ganze Insel im Rahmen unser deutschsprachigen geführte Inseltour – und falls ihr mit dem Taxi oder Mietwagen fahrt, achtet darauf, dass die französische Seite mit auf dem Programm steht.

Tipp 2: Bucht eine deutschsprachige Inseltour – am besten vor der Abreise
Die Ausflüge direkt über die Reederei sind bequem, aber sie folgen meist denselben ausgetretenen Pfaden. Als lokaler Anbieter kennen wir die Insel wirklich, sprechen eure Sprache und ihr seht mehr in der kurzen Zeit, die ihr hier seid.
Wir sind Zauber der Karibik – seit über zehn Jahren bieten wir deutschsprachige Inseltouren für Gäste von AIDA, TUI Mein Schiff und anderen Kreuzfahrtschiffen an. Unsere Touren sind garantiert auf Deutsch, persönlich geführt, und wir holen euch direkt am Schiff im Hafen ab – und bringen euch am Ende auch wieder dorthin zurück.
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Unsere Inseltour zeigt euch Maho Beach (mit gutem Timing für Flugzeuglandungen), die französische Seite und Durchfahrt Marigot, einen Strandaufenthalt auf der französischen Seite, Leguanen hautnah – und das alles bequem in einem Hafentag in einer kleinen Gruppe.

Tipp 3: Maho Beach – der richtige Zeitpunkt ist alles
Maho Beach ist für viele ein Muss – Flugzeuge des Princess Juliana International Airport donnern beim Landen nur wenige Meter über den Strand. Der Jetstream ist zu spüren, das Erlebnis unvergesslich. Einer der spektakulärsten Strände der Welt.
Aber der Zeitpunkt ist entscheidend. Alle 10 Minuten ein Flugzeug ist aufregend. Eine Stunde ohne Maschine ist einfach ein Strand neben einer Landebahn. Schaut vorher in die Airport Arrivals – und plant euren Besuch, wenn Großraumflugzeuge erwartet werden. Die beste Zeit ist meist am späten Vormittag bis frühen Nachmittag. Im Rahmen unserer Tour sind wir punktgenau in der Zeit dort. Bester Tag in der Woche ist Samstags.
Unser Tipp: Stellt euch bei startenden Flugzeugen nicht direkt hinter die Startbahn. Der Jet-Blast abgehender Maschinen ist gefährlich – es gab bereits ernsthafte Verletzungen. Beobachtet die Starts von der Seite.

Tipp 4: Essen auf der französischen Seite
Grand Case, das kleine Dorf auf der französischen Seite, wird als Gourmethauptstadt der Karibik bezeichnet – und das zu Recht. Eine einzige Straße zieht sich am Strand entlang, gesäumt von Restaurants, die auch in Paris oder Lyon eine gute Figur machen würden. Sowie tolle einheimische Strassengrills!
Wer bis zum Abend im Hafen liegt, sollte sich ein frühes Abendessen in Grand Case oder Orient Bay nicht entgehen lassen. Viele Restaurants sind Partner der MOTCCard, die euch exklusive Rabatte sichert – unter anderem bei:
- Ocean82 – Elegantes französisches Fine Dining direkt am Wasser in Grand Case
- Le Pressoir – In einem wunderschön restaurierten historischen Kreolischen Haus, einer der romantischsten Orte der Insel
- Bistrot Caraïbes – Entspannt, unkompliziert, bei Urlaubern sehr beliebt
- Java SXM – Frischer Fisch mit legendärem Sonnenuntergangsblick
- Le Cottage – Französisch-bistrochic mit ausgezeichneter Weinkarte
- Ti-Palm – Ein romantisches Dinner-Restaurant, das seinen Ruf Abend für Abend bestätigt
- Le Ptit Bistro – Klassische französische Küche, ehrlich und konstant gut
- L’Astrolabe – Abendessen am Pool in einem tropischen Garten in Orient Bay – in jeder Hinsicht unvergesslich
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Tipp 5: Marigot-Markt
Wenn euer Schiff an einem Mittwoch oder Samstag im Hafen liegt, lohnt sich ein Abstecher zum Freiluftmarkt am Marigot-Hafen auf der französischen Seite. Lokale Händler bieten fangfrischen Fisch, Gemüse, frische Gewürze, kreolische Saucen, Kunsthandwerk, tropische Früchte und allerlei Souvenirs an, die sich allerdings auch nicht viel von dem unterscheiden, was ihr auf dem Markt in Philipsburg findet.
Der Fisch-Markt beginnt bei Sonnenaufgang und endet am frühen Nachmittag – kombiniert ihn mit einem Spaziergang hinauf zum Fort Louis für einen Panoramablick über die Lagune, und ihr habt einen perfekten Vormittag auf der französischen Seite. (Achtung: 120 Stufen und kein Schatten!) Dazu ein Besuch in einer französischen Bäckerei.

Tipp 6: Schnorcheln? Direkt buchen, nicht über das Schiff
Creole Rock, direkt vor dem Grand Case Beach, ist einer der besten Schnorchelplätze der Karibik – Meeresschildkröten, Tropenfische und gesunde Korallen in kristallklarem Wasser.
Für eine organisiertere Tour bieten lokale Wassersportanbieter geführte Schnorchelausflüge, Katamaran-Fahrten und Segeltouren zu Nachbarinseln wie Pinel Island und Tintamarre an – direkt buchbar, mit deutlich mehr fürs Geld als über die Reederei.
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Tipp 7: Rechtzeitig zurück – oder genau wissen, wann ihr aufbrechen müsst
Das klingt selbstverständlich, aber es ist wichtig: St. Maarten hat eine Art, die Zeit zu verlangsamen – besonders auf der französischen Seite. Behaltet die Zeit im Blick, kalkuliert die Fahrzeit zurück zum Hafen und plant lieber einen Puffer ein.
An Tagen mit mehreren Schiffen im Hafen kann es zu Staus rund um Maho Beach und Philipsburg kommen. Ihr solltet spätestens 2 Stunden vor eurer Einschiffungszeit Richtung Schiff aufbrechen. Seid möglichst bei Sonnenuntergang wieder an Bord. Philipsburg ist nach Einbruch der Dunkelheit und ohne Schiff im Hafen wie leer gefegt.

Tipp 8: Mit der MOTCCard Rabatte auf der ganzen Insel sichern
Die Magic of the Caribbean Card (MOTCCard) ist eine Rabattkarte für über 250 Restaurants, Shops, Leihwagen, Wassersportanbieter und weitere Leistungen auf beiden Seiten der Insel. Für Kreuzfahrtgäste, die einen vollen Tag an Land verbringen, amortisiert sie sich oft schon beim ersten Restaurantbesuch oder einem Leihwagen.
Die Karte ist online im Voraus oder vor Ort erhältlich und kostet 29 USD für max. 5 Family & Friends pro Karte für 1 Jahr.

Praktische Infos für Kreuzfahrtgäste
Währung:
US-Dollar werden überall akzeptiert – auf beiden Seiten der Insel. Kein Geldwechseln nötig. Die südliche Seite der Insel verwendet offiziell den Karibischen Gulden (XCG), aber der US-Dollar ist überall zugegen; auf der französischen Seite gilt der Euro, aber auch hier wird der USD überall angenommen und Preise werden oft in Dollar angegeben. (1 EUR – 1,14 USD – 2,06 XCG Stand heute)
Mobilität:
Taxis fahren zu Festpreisen vom Kreuzfahrthafen. Ein Wassertaxi verbindet den Pier mit der Strandpromenade in Philipsburg. Für die französische Seite empfiehlt sich ein Taxi mit Rückfahrt oder ein Mietwagen von einem der Anbieter aus unserer Empfehlung – die Fahrt von Philipsburg nach Grand Case dauert etwa 20–25 Minuten. Bei hohem Verkehrsaufkommen leicht doppelt so lange.
Sprache:
Auf beiden Seiten der Insel wird Englisch gesprochen. Auf der französischen Seite wird gern gesehen, wenn man fliessend Französisch kann. Für deutschsprachige Gäste sind wir von Zauber der Karibik die richtige Wahl – unsere Touren sind garantiert auf Deutsch.
Hafenzeiten:
Die meisten Schiffe liegen von etwa 7:00–8:00 Uhr bis 17:00–18:00 Uhr im Hafen. TUI Cruises liegt oft bis 19:00 oder 22:00 Uhr. Prüft den genauen Fahrplan eures Schiffes – die Einschiffungszeiten variieren.
Wetter:
St. Maarten hat ein tropisches Klima. Die Kreuzfahrtsaison (Dezember–April) bringt warme, trockene Tage mit durchschnittlich 27–30 °C. Sonnencreme nicht vergessen – die karibische Sonne ist auch an bewölkten Tagen stark.
Noch etwas zum Abschluss
St. Maarten ist eine Insel, die einen nicht mehr loslässt. Wir erleben es bei fast jedem Ausflug: Gäste kommen als Kreuzfahrtpassagiere – und fahren schon mit Plänen für eine Rückkehr wieder ab. Es gibt einen Grund, warum dieser Hafen Jahr für Jahr zu den beliebtesten der Karibik zählt.
Wenn aus einem Hafentag ein längerer Aufenthalt werden soll, helfen wir auch dabei gern.
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Wir sind Angie & Thommy – deutsche Auswanderer, die St. Maarten seit über zehn Jahren ihr Zuhause nennen. Magic of the Caribbean ist unser lokaler Guide für das Beste, was diese Insel zu bieten hat. Folgt uns auf Facebook und Instagram für wöchentliche Updates, Restauranttipps und Inselnews.







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