Chez Raymond am Baie Rouge wurde geschlossen

In den sozialen Netzwerken wird seit einer Woche sehr kontrovers diskutiert und es gibt  große Empörung auf Seiten der Touristen und der Anhänger der Beach Bar „Chez Raymond“, aber auch Zustimmung von Seiten der Anwohner von Terre Basse und einiger anderer Restaurant und Beach Club Besitzer auf der anderen Seite.

Dieses Thema bewegt momentan die Gemüter!

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Aber was genau ist passiert?

Der beliebte Beach Bar Besitzer Raymond betreibt mit seiner Familie seit mehr als 30 Jahren eine Bar am Baie Rouge. Mehrfach wurde diese Bar von den Behörden geschlossen, da es keinerlei Genehmigungen gab, ein Gewerbe zu betreiben. Der Parkplatz befindet sich auf privatem Grund, es gab weder fliessend Wasser noch Strom und am Strand darf gar kein Gewerbe betrieben werden.

Und doch wurde diese Bar jahrzehntelang einfach betrieben und von Einheimischen und Touristen gleichermassen genutzt. Sonntags gab es live Musik, frozen Cocktails, Fisch, Huhn und Rippchen vom Grill. Legendär war seine Happy Hour, sobald man seine Conch (Muschel) und  „yes, yes, yes“ Rufe hörte…

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Nach Aussagen der Behörden gab es auch keine Ausschankgenehmigung, wurden keine Steuern gezahlt und auch die Mitarbeiter waren nicht offiziell angemeldet – sicher eine Folge der Tatsache, dass ein illegal betriebenes Gewerbe all diese Dinge nicht bewerkstelligen kann.

Im Jahr 2012 hatte man bereits einmal alles an Aufbauten behördlicherseits entfernen lassen, was die Familie dort aufgebaut hatte. Auch Hurricane Irma hatte wieder sämtliche Anbauten weggerissen, aber die Familie hatte alles wieder alles aufgebaut.

Anwohnern war diese Bar schon lange ein Dorn im Auge und viele empfanden es als ungerecht, dass hier steuerfrei und ohne Auflagen Geld verdient wurde, während andere sich an alle Bestimmungen zu halten haben. Viele Einheimische sehen die Gesetze der Franzosen als nicht bindend für sie selbst und solidarisierten sich mit Raymond.

Doch am letzten Wochenende nun erschienen 30 Beamte und konfiszierten alle Liegen, Schirme, Geräte und Untensilien und rissen die gesamte Bar und die Treppenanlagen zum Strand mit Bulldozern nieder. Seitdem ist der Parkplatz durch ein Tor verschlossen und eine Sicherheitsfirma wacht darüber, dass nur noch Fussgänger an den Strand gelangen. Der französische Gesetzgeber sieht nämlich vor, dass alle Strände öffentlich zugänglich sein müssen.

(c) Le pelican

Da das Grundstück, das bisher als Parkplatz genutzt wurde, privates Eigentum ist und der Strand öffentliches Eigentum ist, besteht wohl wenig Aussicht, dass dort wieder eine „wilder“ Beach Bar entstehen wird.

Viele Fragen ergeben sich, wie die Frage, wozu das Grundstück nun genutzt wird, doch die Behörden verweisen darauf, dass sich hier seit Jahren nicht an geltendes Gesetz gehalten wurde und man nach mehrfachen Aufforderungen nun keine andere Wahl hatte, als durchzusetzen, was geltende Rechtsprechung ist.

Alles in allem eine sehr bedauerliche Entwicklung, zumal nun ein wirklich schöner Strand nur noch mit eigenem Getränkecooler und Sonnenschirm aufzusuchen ist und die wunderbare einheimische Atmosphäre dort verloren geht.

(c) Joan Putkowski

 

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